Hochprozentiges

Der Weg zum „Hochprozentigen“ – jetzt beginnt das Tuning!

Der Destilliervorgang hat eine lange Geschichte, es ist überliefert, dass bereits im alten Ägypten Alkohol für kosmetische Zwecke durch Destillation gewonnen wurde.

Die Destillation hat zum Ziel, reineren Alkohol zu gewinnen und basiert auf den unterschiedlichen Siedepunkten von Alkohol (~78°C) und Wasser (~100°C). In Schottland erfolgt das Destillieren (Brennen) fast ausnahmslos 2-fach. Die kupfernen Brennblasen (Stills) werden überwiegend mit Dampf beheizt und müssen vor jedem Destilliervorgang (Run) neu befüllt werden.

In der ersten Brennblase, der „Wash-still“ erhält man die „Low-wines“ (Rohbrand), die anschließend in der zweiten Brennblase („Spirit-still“) feingebrannt (~ 70%Alc.) werden.

Die Abtrennung des Mittellaufs erfolgt im „Spirit-safe“ von wo aus der Alkohol in den Zuständigkeitsbereich der Zollbeamten wechselt. Von hier an muß jeder Tropfen bis zur Flaschenabfüllung penibel nachgewiesen werden.

Der Brennmeister trennt für den kristallklaren Feinbrand (New-make) den unreinen, fuselölhaltigen Vorlauf (Foreshots) und den wässrigen Nachlauf (Feints) vom edlen Mittellauf (Heart) ab. Vor – und Nachlauf werden für eine erneute Destillation zurückgeführt.

Im „Spirit-receiver“ werden die Destillate verschiedener „Runs“ gesammelt und dann in gebrauchte Eichenholzfässer gefüllt.

Diese lagern für sehr lange Zeit in den „Warehouses“ zum Reifen des Destillats.